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Therapie nach Maß Heilmassage Wien 1050

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Behandlung in Wien-Margareten, 1050

Bindegewebsmassage in Wien

Reflektorische Massage über Haut und Unterhaut

Die Bindegewebsmassage (BGM) ist eine spezielle reflektorische Massagetechnik, die sich deutlich von der klassischen Massage unterscheidet.

Behandelt werden vor allem Haut, Unterhaut und subkutanes Bindegewebe. Charakteristische Zugtechniken setzen gezielte Reize in diesen Gewebeschichten.

Die Besonderheit liegt jedoch in der reflektorischen Betrachtungsweise: Die Bindegewebsmassage berücksichtigt die segmentalen Zusammenhänge zwischen Haut, Nervensystem, Muskulatur und inneren Strukturen.

Damit ist sie weit mehr als eine oberflächliche Massage.

Die Haut wird behandelt – der Körper wird segmental betrachtet.

Die Geschichte der Bindegewebsmassage

Entwickelt wurde die Methode von der deutschen Physiotherapeutin Elisabeth Dicke (1885–1952).

Ausgangspunkt war ihre eigene Krankheitsgeschichte.

1929 litt Dicke unter erheblichen Durchblutungsstörungen des rechten Beines und war längere Zeit bettlägerig. Gleichzeitig bestanden starke Beschwerden im Rücken-, Kreuzbein- und Hüftbereich.

Sie begann, bestimmte Regionen an Rücken und Becken selbst mit den Fingerkuppen zu bearbeiten. Dabei bemerkte sie ein charakteristisches Schneidegefühl in der Haut und Veränderungen der Empfindungen in ihrem betroffenen Bein.

Aus diesen Beobachtungen entwickelte sich nach und nach eine systematische Behandlungsmethode.

Ab 1938 arbeitete Elisabeth Dicke mit Hede Teirich-Leube zusammen. Die Technik wurde weiterentwickelt, geordnet und bestimmten Beschwerdebildern zugeordnet.

1942 wurden die gemeinsamen Erkenntnisse in dem Werk „Massage reflektorischer Zonen im Bindegewebe bei rheumatischen und inneren Erkrankungen“ veröffentlicht.

Die Bindegewebsmassage etablierte sich anschließend als eigenständige klassische Spezialmassage.

Das reflektorische Prinzip

Eine wichtige Grundlage der Bindegewebsmassage ist die segmentale Organisation des Nervensystems.

Haut, Muskulatur und innere Strukturen besitzen über Rückenmark und vegetatives Nervensystem vielfältige nervale Verbindungen.

Die klassische Bindegewebsmassage nutzt diese Zusammenhänge in beide Richtungen.

Viszero-kutan

Der Begriff beschreibt die Vorstellung, dass sich Vorgänge innerer Strukturen über segmentale Zusammenhänge in bestimmten Haut- und Geweberegionen widerspiegeln können.

Dabei können beispielsweise Veränderungen von Spannung, Verschieblichkeit, Empfindlichkeit oder Gewebekontur auffallen.

Kuti-viszeral

Hier wird die Verbindung in umgekehrter Richtung für die Behandlung genutzt.

Durch gezielte Reize an Haut und Unterhaut werden reflektorische Reaktionen innerhalb des zugehörigen segmentalen Funktionssystems angesprochen.

Gerade dieser Ansatz macht die Bindegewebsmassage zu einer besonderen Behandlungsmethode.

Head-Zonen und segmentale Zusammenhänge

Eine wichtige Orientierung bilden die sogenannten Head-Zonen, benannt nach dem englischen Neurologen Sir Henry Head.

Dabei handelt es sich um Hautregionen, die bestimmten Rückenmarkssegmenten zugeordnet werden und mit entsprechenden inneren Strukturen in Beziehung stehen.

Für mich sind solche segmentalen Zusammenhänge ein wichtiger Teil der Befundung.

Der Blick richtet sich dadurch nicht ausschließlich auf den Ort der Beschwerden.

Sehen und Tasten – die Befunderhebung

Vor der Behandlung untersuche ich die betreffende Körperregion genau.

Sichtbefund

Dabei achte ich beispielsweise auf:

Einziehungen

Quellungen

Unterschiede der Hautoberfläche

sichtbare Spannungsunterschiede

Seitenunterschiede

auffällige Gewebekonturen

Tastbefund

Anschließend prüfe ich mit meinen Händen:

Verschieblichkeit der Haut

Spannung der Unterhaut

Gewebewiderstand

Zugempfindlichkeit

auffällige Zonen

Unterschiede zwischen rechter und linker Körperseite

Gerade bei der Bindegewebsmassage können kleine Unterschiede an der Körperoberfläche entscheidend für die Auswahl der Behandlung sein.

Aus Sicht- und Tastbefund entsteht ein individueller Bindegewebsbefund.

Wie wird die Bindegewebsmassage durchgeführt?

Die Grifftechnik ist charakteristisch.

Mit meinen Fingerkuppen erfasse ich Haut und Unterhaut und verschiebe sie gezielt gegenüber den darunterliegenden Strukturen.

Dadurch entstehen kontrollierte Zugreize im subkutanen Bindegewebe.

Typisch ist dabei ein scharfes, ziehendes oder schneidendes Gefühl.

Dieses sogenannte Schneidegefühl gehört zu den charakteristischen Wahrnehmungen der klassischen Bindegewebsmassage.

Entscheidend ist dabei nicht maximale Kraft.

Die Wirkung des Griffes entsteht durch:

präzise Fingerführung – richtige Zugrichtung – passende Gewebespannung.

Das macht die Technik anspruchsvoller, als sie auf den ersten Blick erscheint.

Systematischer Behandlungsaufbau

Die klassische Bindegewebsmassage besitzt festgelegte Behandlungsaufbauten und Griffreihenfolgen.

Je nach Befund werden bestimmte Ausgangsregionen gewählt und weitere Zonen schrittweise in die Behandlung einbezogen.

Behandelt werden können beispielsweise:

Becken und Kreuzbein

Rücken

Brustkorb

Schultergürtel

Extremitäten

Welche Regionen tatsächlich behandelt werden, ergibt sich aus dem individuellen Gewebebefund und dem jeweiligen Beschwerdebild.

Damit folgt die Behandlung zwar den klassischen Grundprinzipien der Methode, wird aber individuell zusammengestellt.

Typische Einsatzbereiche

Die Bindegewebsmassage wird bei einem breiten Spektrum funktioneller und reflektorischer Beschwerdebilder eingesetzt.

Typische Einsatzbereiche sind:

Rückenbeschwerden

funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparates

muskuläre und bindegewebige Spannungszustände

segmental zugeordnete Beschwerden

vegetative Spannungszustände

funktionelle Beschwerden mit vegetativer Beteiligung

chronische Beschwerdebilder

auffällige Veränderungen der Haut- und Unterhautspannung

gelenknahe Beschwerden

funktionelle Durchblutungsbeschwerden

Narben und Gewebeveränderungen nach abgeschlossener Wundheilung

Traditionell besitzt die Bindegewebsmassage darüber hinaus einen besonderen Stellenwert bei funktionellen und vegetativ beeinflussten Beschwerden verschiedener Organsysteme.

Genau darin liegt eine ihrer Besonderheiten: Sie verbindet den lokalen Gewebebefund mit einer segmentalen Betrachtung des Körpers.

Bindegewebsmassage und Faszienbehandlung – zwei unterschiedliche Ansätze

Bindegewebe und Faszien stehen anatomisch miteinander in Verbindung. Trotzdem sind Bindegewebsmassage und Myofascial Release zwei unterschiedliche Behandlungskonzepte.

Beim Myofascial Release arbeite ich vor allem mit myofaszialer Spannung, Gewebebeweglichkeit und tieferen mechanischen Zusammenhängen.

Die Bindegewebsmassage nach Dicke setzt ihre charakteristischen Reize wesentlich oberflächlicher über Haut und Unterhaut und verbindet diese mit dem segmentalen Reflexkonzept.

Damit stehen mir zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:

tiefer und mechanisch über das myofasziale System – oder oberflächlicher und reflektorisch über Haut und Unterhaut.

Je nach Befund können beide Ansätze auch innerhalb eines individuellen Behandlungskonzeptes miteinander verbunden werden.

Bindegewebsmassage bei Therapie nach Maß in Wien

Die Bindegewebsmassage verlangt ein gutes Auge und einen präzisen Tastsinn.

Ich suche nach Veränderungen von Haut und Unterhaut, beurteile ihre Lage innerhalb des segmentalen Systems und setze anschließend die charakteristischen Zugreize der Methode gezielt ein.

Damit erweitert die Bindegewebsmassage meine therapeutischen Möglichkeiten um einen Ansatz, der Gewebe, Nervensystem und segmentale Zusammenhänge miteinander verbindet.

Sehen. Tasten. Segmental zuordnen. Gezielt behandeln.

Bindegewebsmassage nach Elisabeth Dicke bei Therapie nach Maß – Wien

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