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Behandlung in Wien-Margareten, 1050
Nervenorientierte Gewebebehandlung in Wien
Wenn Beschwerden einem anatomischen Weg folgen

Schmerzen bleiben nicht immer an einem Ort.
Sie können vom Nacken über Schulter und Arm, vom Rücken über Gesäß und Bein ausstrahlen oder von Empfindungen wie Kribbeln, Ziehen und Brennen begleitet werden.
Bei solchen Beschwerden betrachte ich neben Muskulatur, Faszien und Gelenkregionen auch eine weitere wichtige Struktur:
die peripheren Nerven.
Ein Nerv verläuft nicht frei und isoliert durch den Körper. Auf seinem Weg zieht er zwischen Muskeln, durch Bindegewebs- und Faszienräume, entlang knöcherner Strukturen und teilweise durch anatomisch sehr enge Passagen.
Genau dieser anatomische Weg ist für meine Behandlung interessant.
Nicht nur den Schmerzpunkt betrachten – sondern den Weg, den die Beschwerden nehmen.
Nerven bewegen sich mit dem Körper
Periphere Nerven sind bewegliche anatomische Strukturen.
Wenn wir einen Arm oder ein Bein bewegen, verändern sich gleichzeitig Gelenkstellungen, Muskellängen und Gewebespannungen.
Auch die Nerven müssen sich diesen Veränderungen anpassen.
Sie können sich gegenüber ihrem umliegenden Gewebe verschieben, ihre Position verändern und abhängig von der Körperstellung unterschiedlich unter Spannung geraten.
Besonders deutlich wird das bei Nerven, die über mehrere Gelenkregionen verlaufen.
Eine Veränderung der Arm-, Bein-, Kopf- oder Rumpfposition kann deshalb einen Einfluss darauf haben, wie ein bestimmter anatomischer Nervenweg belastet wird.
Nerv, Gewebe und Bewegung bilden eine funktionelle Einheit.
Was untersuche ich?
Zunächst interessiert mich sehr genau, wie sich die Beschwerden verhalten.
Dabei achte ich insbesondere auf:
Verlauf und Ausstrahlung
Schmerzcharakter
Kribbeln, Ziehen oder Brennen
Veränderung bei bestimmten Bewegungen
Veränderung durch unterschiedliche Körperpositionen
Seitenunterschiede
Muskelspannung entlang des anatomischen Verlaufs
druckempfindliche Muskel- und Geweberegionen
Faszien- und Bindegewebsspannung
anatomische Engstellen
Veränderungen nach Verletzungen oder Operationen
Narben nach abgeschlossener Wundheilung
Besonders aufschlussreich kann es sein, wenn sich Beschwerden durch eine bestimmte Kombination mehrerer Bewegungen reproduzieren oder verändern lassen.
Damit lässt sich der anatomische Verlauf genauer eingrenzen und die Behandlung entsprechend ausrichten.
Das Gewebe entlang des Nervenverlaufs behandeln
Ein peripherer Nerv durchquert auf seinem Weg sehr unterschiedliche Regionen.
Er kann zwischen Muskelgruppen verlaufen, Muskelränder kreuzen, durch Bindegewebsräume ziehen oder anatomische Engstellen passieren.
Deshalb untersuche ich gezielt die Strukturen entlang dieses Weges.
Zeigen sich dort auffällige Spannungen oder druckempfindliche Muskel- und Faszienregionen, können diese manuell behandelt werden.
Je nach Befund kombiniere ich dabei beispielsweise Techniken aus:
Marnitztherapie
Myofascial Release
Triggerpunktbehandlung
gezielten Faszien- und Gewebetechniken
Dadurch kann ich sehr präzise an einzelnen anatomischen Strukturen arbeiten oder größere myofasziale Regionen einbeziehen.
Nervenverlauf und aktive Bewegung
Neben der Behandlung des umliegenden Gewebes arbeite ich mit langsam ausgeführten, kontrollierten Bewegungsabfolgen.
Dabei werden verschiedene Gelenkstellungen miteinander kombiniert.
Durch diese Bewegungen verändern sich die mechanischen Verhältnisse entlang des gesamten Nervenweges.
An einer Stelle kann die Spannung zunehmen, während sie an einer anderen reduziert wird. Gleichzeitig verändert sich die Position des Nervs gegenüber Muskeln, Faszien und den angrenzenden Gewebestrukturen.
Die Bewegung kann dabei sehr klein sein.
Entscheidend sind die richtige Kombination der Gelenkstellungen, eine kontrollierte Ausführung und die Reaktion des Patienten.
Bei Nerven zählen Millimeter, Bewegungsrichtung und Dosierung.
Anatomische Engstellen
Besonders interessant sind Regionen, in denen Nerven auf engem Raum durch oder zwischen anderen Strukturen verlaufen.
Hier können beispielsweise zusammentreffen:
Muskeln
Sehnen
Faszien
Bänder
Knochen
Gefäße
Nerven
Eine hohe Spannung der umliegenden Muskulatur oder veränderte Gewebeverhältnisse können deshalb entlang eines Nervenweges für die Behandlung relevant sein.
Bei Beschwerden von Nacken und Arm kann beispielsweise nicht nur der Unterarm untersucht werden.
Ebenso kann bei ausstrahlenden Beschwerden in das Bein eine Betrachtung von Rücken, Becken, Gesäß und dem weiteren Verlauf in der Extremität sinnvoll sein.
Der ganze anatomische Weg zählt.
Narben und periphere Nerven
Auch Narben können für eine nervenorientierte Behandlung interessant sein.
Nach Operationen oder Verletzungen verändern sich nicht nur die sichtbaren Hautschichten. Abhängig vom Eingriff können auch tiefere Bindegewebs- und Faszienstrukturen betroffen sein.
Verläuft ein peripherer Nerv in unmittelbarer Nähe, untersuche ich nach abgeschlossener Wundheilung auch:
Verschiebbarkeit der Narbe
Spannung des umliegenden Gewebes
Druckempfindlichkeit
Seitenunterschiede
Veränderung der Beschwerden bei Bewegung
Die Behandlung kann dann sowohl die Narbe als auch angrenzende Muskel- und Geweberegionen einbeziehen.
Typische Einsatzbereiche
Eine nervenorientierte Gewebebehandlung eignet sich insbesondere bei:
ausstrahlenden Beschwerden
Nacken-Arm-Beschwerden
Schulter-Arm-Syndrom
Cervicobrachialgien
Beschwerden vom Rücken über Gesäß und Bein
Lumbo-Ischialgien und Ischiasbeschwerden
radikulär geprägten Beschwerden
Kribbeln, Ziehen oder Brennen entlang einer Extremität
positionsabhängigen Beschwerden
bewegungsabhängigen ausstrahlenden Beschwerden
muskulären Spannungen entlang eines Nervenverlaufs
Beschwerden im Bereich von Unterarm, Hand und Handgelenk
muskulären Begleitbeschwerden bei Karpaltunnelsyndrom
Beschwerden nach Verletzungen
postoperativen Veränderungen nach entsprechender Heilungsphase
Narben und veränderten Gewebespannungen entlang eines Nervenverlaufs
Gerade bei Beschwerden, die immer wieder entlang derselben Strecke auftreten, kann die Betrachtung des gesamten anatomischen Verlaufs wichtige zusätzliche Informationen liefern.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die mechanische Anpassungsfähigkeit peripherer Nerven und bewegungsorientierte Behandlungskonzepte sind Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.
Klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen insbesondere bei bestimmten Rückenbeschwerden mit Ausstrahlung sowie Nacken-Arm-Beschwerden positive Ergebnisse für entsprechende Behandlungskonzepte.
Für meine praktische Arbeit ist dabei vor allem der anatomische Grundgedanke entscheidend:
Periphere Nerven müssen sich während unserer Bewegungen an ständig wechselnde Positionen und Spannungsverhältnisse anpassen.
Anatomie als Grundlage meiner Behandlung
Neben meiner langjährigen Beschäftigung mit Anatomie in vivo habe ich eine spezielle Fortbildung zur Behandlung peripherer Nerven absolviert.
Zusätzlich haben anatomische Präparationskurse mein Verständnis dieser Strukturen wesentlich vertieft.
Gerade am anatomischen Präparat lässt sich eindrucksvoll erkennen, wie ein Nerv tatsächlich durch den Körper verläuft:
zwischen Muskeln, unter Faszien, entlang von Knochen, durch Engstellen und unmittelbar neben anderen empfindlichen Strukturen.
Dieses dreidimensionale anatomische Verständnis ist für mich bei nervenorientierter Arbeit besonders wichtig.
Denn ein Nerv ist keine Linie auf einer anatomischen Zeichnung.
Er besitzt einen realen dreidimensionalen Weg durch den Körper.
Nervenorientierte Gewebebehandlung bei Therapie nach Maß in Wien
Wenn Beschwerden ausstrahlen, einem bestimmten anatomischen Weg folgen oder sich durch bestimmte Bewegungen verändern, untersuche ich gezielt Nervenverlauf, umliegendes Gewebe und Bewegungsverhalten.
So kann ich lokale Muskel- und Faszienspannungen behandeln und gleichzeitig den größeren anatomischen Zusammenhang berücksichtigen.
Den Verlauf verstehen.
Das Umfeld behandeln.
Bewegung gezielt einsetzen.
Nervenorientierte Gewebebehandlung bei Therapie nach Maß – Wien
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