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Behandlung in Wien-Margareten, 1050
FDM Wien – Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos
Die Körpersprache des Patienten als Teil der Befundung

Patienten beschreiben Schmerzen nicht nur mit Worten.
Oft zeigen sie ganz intuitiv mit ihren Händen, wie sie ihre Beschwerden wahrnehmen:
Sie fahren mit mehreren Fingern eine schmerzhafte Linie entlang.Sie zeigen mit einer Fingerspitze exakt auf einen Punkt.Oder sie greifen mit der ganzen Hand um eine schmerzende Region.
Der amerikanische Notfallmediziner und Osteopath Dr. Stephen Typaldos beobachtete, dass sich bestimmte Schmerzgesten bei seinen Patienten immer wieder ähnelten.
Aus diesen Beobachtungen entwickelte er Anfang der 1990er-Jahre das Fasziendistorsionsmodell – FDM.
Das Besondere daran:
Der Patient beschreibt seinen Schmerz nicht nur – er zeigt ihn.
Körpersprache, Schmerzbeschreibung, Tastbefund und Bewegung werden gemeinsam betrachtet und bestimmen die Auswahl der Behandlungstechnik.
Die sechs Fasziendistorsionen nach Typaldos
Typaldos ordnete wiederkehrende Schmerzgesten sechs grundlegenden Fasziendistorsionen zu.
Triggerband
Der Patient fährt häufig mit mehreren Fingern eine schmerzhafte Linie entlang.
Diese Geste wird im FDM einem Triggerband zugeordnet.
Behandelt wird die angezeigte Linie mit einer gezielten manuellen Technik entlang ihres Verlaufs.
Herniated Triggerpoint
Der Patient zeigt sehr präzise mit einem Finger auf einen kleinen, klar begrenzten Schmerzpunkt.
Typaldos bezeichnete dieses Muster als Herniated Triggerpoint.
Hier wird punktuell und mit gezieltem Druck gearbeitet.
Continuum Distortion
Auch bei einer Continuum Distortion wird häufig sehr genau auf einen Punkt gezeigt.
Typisch sind nach dem FDM-Modell insbesondere Beschwerden an Übergangs-, Ansatz- und knochennahen Regionen.
Diese Bereiche werden präzise aufgesucht und manuell behandelt.
Folding Distortion
Folding Distortions werden im FDM mit Zug- oder Kompressionsbelastungen gelenknaher Strukturen in Verbindung gebracht.
Die entsprechende Schmerzbeschreibung und der Bewegungsbefund bestimmen, welche Technik eingesetzt wird.
Cylinder Distortion
Cylinder Distortions werden häufig eher oberflächlich oder weniger eindeutig lokalisierbar wahrgenommen.
Patienten zeigen dabei andere Gesten als bei einem klaren Punkt- oder Linienschmerz.
Entsprechend wird auch hier mit einer eigenen FDM-Technik gearbeitet.
Tectonic Fixation
Die Tectonic Fixation beschreibt innerhalb des FDM eine eingeschränkte Gleit- und Bewegungsfähigkeit von Gewebestrukturen.
Hier stehen weniger ein einzelner Schmerzpunkt als vielmehr Beweglichkeit und Gewebeverhalten im Mittelpunkt.
Sechs Schmerzgesten – sechs unterschiedliche Behandlungsansätze.
Genau diese Zuordnung macht das FDM zu einer besonderen manuellen Methode.
Wie läuft eine FDM-Behandlung ab?
Am Anfang steht eine einfache, aber sehr wichtige Frage:
„Zeigen Sie mir genau, wie und wo Sie den Schmerz spüren.“
Ich achte darauf, wie der Patient seine Beschwerden mit den Händen beschreibt.
Danach untersuche ich die entsprechende Körperregion und überprüfe den Tast- und Bewegungsbefund.
Je nach Ergebnis kann anschließend:
entlang einer schmerzhaften Linie gearbeitet werden
ein klar begrenzter Punkt behandelt werden
an Sehnenansätzen und knochennahen Regionen gearbeitet werden
eine gelenknahe Struktur einbezogen werden
oberflächliches Gewebe behandelt werden
an auffälligen Geweberegionen gezielt gearbeitet werden
Die Technik richtet sich nach der jeweiligen Zuordnung und dem individuellen Befund.
Wie intensiv ist FDM?
FDM kann deutlich spürbar und teilweise intensiv sein.
Insbesondere die Behandlung eines Triggerbandes oder eines sehr druckempfindlichen Punktes kann kurzfristig unangenehm sein.
Die Intensität passe ich an Körperregion, Gewebe und Reaktion des Patienten an.
Dabei zählt nicht maximale Kraft.
Entscheidend ist, die vom Patienten angezeigte und bei der Untersuchung bestätigte Struktur möglichst präzise zu behandeln.
Bewegung liefert die unmittelbare Rückmeldung
Ein besonders interessanter Bestandteil des FDM ist für mich der direkte Vergleich vor und nach einer Technik.
Dazu wird eine Bewegung, die vorher Schmerzen verursacht hat oder eingeschränkt war, zunächst überprüft.
Nach der Behandlung wird dieselbe Bewegung erneut ausgeführt.
Zum Beispiel:
Ist die Bewegung freier geworden?Hat sich der bekannte Schmerz verändert?Kann die Schulter weiter bewegt werden?Ist eine Drehung leichter?Fühlt sich die Belastung anders an?
Dadurch erhält man unmittelbar eine Rückmeldung darüber, wie der Körper auf die gewählte Behandlung reagiert.
Befunden. Behandeln. Bewegen. Vergleichen.
Typische Einsatzbereiche des FDM
Das Fasziendistorsionsmodell wird sowohl bei akuten als auch bei länger bestehenden Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.
Typische Einsatzbereiche sind:
Muskel- und Faszienbeschwerden
schmerzhafte Bewegungseinschränkungen
Nacken- und Schulterbeschwerden
Schulter-Arm-Beschwerden
Rückenschmerzen
Beschwerden der Lendenwirbelsäule
Lumbo-Ischialgien mit muskuloskelettaler Beteiligung
sportliche Überlastungsbeschwerden
beruflich bedingte Überlastungen
Sehnen- und Sehnenansatzbeschwerden
gelenknahe Beschwerden
Beschwerden nach Verdrehungen
Beschwerden nach Zug- oder Kompressionsbelastungen
Beschwerden nach Verletzungen
funktionelle Beschwerden der Extremitäten
postoperative Gewebebeschwerden nach entsprechender Heilungsphase
Narben und damit verbundene Gewebespannungen nach abgeschlossener Wundheilung
Kieferbeschwerden mit muskulärer Beteiligung
funktionelle Fehl- und Schonhaltungen
Welche FDM-Technik eingesetzt wird, ergibt sich aus Körpersprache, Schmerzbeschreibung, Tastbefund und Bewegung.
FDM innerhalb meiner Behandlung
FDM bietet mir einen zusätzlichen Blickwinkel auf muskuloskelettale Beschwerden.
Dabei muss eine Behandlung nicht ausschließlich nach einer einzigen Methode erfolgen.
Je nach Befund kann ich FDM beispielsweise mit:
Marnitztherapie
Myofascial Release
Triggerpunktbehandlung
nervenorientierter Gewebebehandlung
Kinesiotaping
verbinden.
Ein linienförmiger Schmerz kann beispielsweise zunächst mit einer FDM-Technik behandelt werden. Zeigen sich anschließend weitere auffällige Muskel- oder Faszienregionen, kann ich dort mit einer anderen manuellen Methode weiterarbeiten.
Die Methode folgt dem Befund – nicht der Befund der Methode.
FDM bei Therapie nach Maß in Wien
Die besondere Stärke des Fasziendistorsionsmodells liegt für mich in der Kombination aus Körpersprache und unmittelbarer Überprüfung durch Bewegung.
Der Patient liefert mit seiner Schmerzgestik wichtige Informationen.
Ich überprüfe diese Informationen mit meinen Händen und anhand der Bewegung.
Nach der Behandlung wird erneut getestet.
Der Patient zeigt.
Meine Hände überprüfen.
Die Bewegung liefert die Rückmeldung.
FDM – Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos bei Therapie nach Maß in Wien
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