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Behandlung in Wien-Margareten, 1050
Myofascial Release in Wien
Gezielte Behandlung von Muskulatur und Faszien

Myofascial Release ist eine manuelle Behandlungsmethode, bei der Muskulatur und das sie umgebende Faszien- und Bindegewebe als funktionelle Einheit betrachtet und gezielt behandelt werden.
Faszien umhüllen einzelne Muskeln und Muskelgruppen, bilden Trenn- und Gleitschichten und übertragen mechanische Kräfte zwischen unterschiedlichen Strukturen.
Muskulatur und Faszien sind deshalb anatomisch eng miteinander verbunden.
Veränderte Gewebespannung, Verdickungen, Fibrosierungen, Narben, Überlastungen oder eine verminderte Verschiebbarkeit einzelner Schichten können dieses Zusammenspiel beeinflussen.
Genau hier setzt Myofascial Release an.
Druck. Zug. Bewegung. Zeit.
Unterschiedliche Gewebe brauchen unterschiedliche Reize.
Was ist Myofascial Release?
Myofascial Release ist keine einzelne Grifftechnik.
Es umfasst verschiedene manuelle Verfahren, mit denen ich auffällige Spannungszustände und Einschränkungen innerhalb des myofaszialen Gewebes behandle.
Dabei interessiert mich nicht nur die Stelle, an der Schmerzen wahrgenommen werden.
Ich untersuche unter anderem:
Muskelspannung
Gewebekonsistenz
Verschiebbarkeit der Gewebeschichten
druckempfindliche Bereiche
Muskel- und Faszienverläufe
Seitenunterschiede
Narben und angrenzendes Gewebe
Bewegungsverhalten
funktionell zusammenhängende Regionen
Aus diesem Tast- und Bewegungsbefund ergibt sich, welche Technik und welche Intensität ich einsetze.
Direkte Tiefengewebetechniken
Ein wichtiger Bestandteil des Myofascial Release ist die langsame und gezielte Arbeit in tieferen Gewebeschichten.
Je nach Körperregion arbeite ich dabei mit:
Fingern und Daumen
Fingerknöcheln
Faust
Unterarm
Ellenbogen
Der Kontakt wird langsam aufgebaut und an den Widerstand des Gewebes angepasst.
Statt schnell über die Haut zu gleiten, nehme ich das Gewebe kontrolliert auf und arbeite beispielsweise längs, quer oder diagonal zu Muskel- und Faszienstrukturen.
Dadurch kann ich auch größere und tiefer gelegene Muskel- und Geweberegionen sehr gezielt bearbeiten.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Tiefe.
Richtung, Druck, Geschwindigkeit und Dauer bestimmen, welchen mechanischen Reiz ich setze.
Tief arbeiten bedeutet nicht einfach kräftiger arbeiten – sondern die richtige Gewebeschicht gezielt erreichen.
Langsame Faszien- und Zugtechniken
Myofascial Release kann ebenso mit sehr langsamen und sanften Techniken durchgeführt werden.
Dabei bringe ich das Gewebe kontrolliert auf Spannung und halte den Zug über einen längeren Zeitraum.
Anstatt den Widerstand schnell zu überwinden, folge ich mit meinen Händen den Veränderungen, die sich während des gehaltenen Kontaktes ertasten lassen.
Ein solcher Zug kann bis zu etwa zwei Minuten gehalten und währenddessen in Richtung und Intensität angepasst werden.
Diese Arbeitsweise eignet sich besonders, wenn größere myofasziale Regionen und Spannungsverläufe einbezogen werden sollen.
Behandlung mit aktiver Bewegung
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, manuellen Kontakt mit aktiver Bewegung zu verbinden.
Während ich eine bestimmte Muskel- oder Faszienregion unter kontrollierter Spannung halte, führt der Patient eine kleine, gezielte Bewegung aus.
Dadurch verändert sich das Gewebe unmittelbar unter meinen Händen:
Muskeln verkürzen und verlängern sich, Spannungsverhältnisse verändern sich und Gewebeschichten verschieben sich gegeneinander.
Ich kann dadurch einen auffälligen Bereich unter Bewegung behandeln und gleichzeitig seine Reaktion ertasten.
Gerade bei bewegungsabhängigen Beschwerden bietet diese Technik eine interessante Erweiterung der rein statischen Behandlung.
Myofasziale Triggerpunkte
Innerhalb verspannter Muskelregionen können sich deutlich druckempfindliche Punkte finden.
Zeigen sich bei meiner Untersuchung entsprechende myofasziale Triggerpunkte, können diese gezielt mit kontrollierter manueller Kompression behandelt werden.
Dabei wird der Druck langsam aufgebaut, gehalten und an die Reaktion des Gewebes angepasst.
Myofascial Release und Triggerpunktbehandlung lassen sich dadurch sehr gut miteinander verbinden.
Myofasziale Zusammenhänge
Faszien enden nicht an der Stelle, an der ein Patient Schmerzen wahrnimmt.
Muskeln, Sehnen und Faszienschichten stehen über anatomische Übergänge mit angrenzenden Regionen in Verbindung und übertragen Kräfte innerhalb des Bewegungsapparates.
Deshalb kann es sinnvoll sein, bei einem lokalen Beschwerdebild auch angrenzende Muskel- und Faszienregionen zu untersuchen.
Bei Beschwerden im Schulter-Nacken-Bereich können beispielsweise mehrere miteinander verbundene Muskel- und Gewebeschichten beteiligt sein. Dasselbe gilt für Rücken, Becken, Gesäß und Beine.
Für mich bedeutet myofasziale Behandlung deshalb:
Lokal präzise arbeiten – funktionelle Zusammenhänge mitdenken.
Typische Einsatzbereiche von Myofascial Release
Myofascial Release wird insbesondere eingesetzt bei:
myofaszialen Schmerzsyndromen
chronischen Muskel- und Faszienspannungen
verhärteten oder fibrotisch veränderten Geweberegionen
Nacken- und Schulterbeschwerden
Rückenschmerzen
Beschwerden der Lendenwirbelsäule
Lumbo-Ischialgien mit muskulär-myofaszialer Beteiligung
Schulter-Arm-Beschwerden
Cervicobrachialgien mit muskulärer Beteiligung
muskulären Dysbalancen
wiederholten und einseitigen Belastungen
funktionellen Bewegungseinschränkungen
muskulär-myofaszialen Beschwerden im Bereich des Thoracic Outlet
muskulären Begleitbeschwerden bei Karpaltunnelsyndrom
Kieferbeschwerden mit muskulärer Beteiligung
posturalen Spannungsmustern
sportbedingten Überlastungsbeschwerden
posttraumatischen Gewebeveränderungen
postoperativen Gewebeeinschränkungen nach entsprechender Heilungsphase
Narben und damit verbundenen Gewebespannungen nach vollständiger Wundheilung
funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates
Die Behandlung kann sich dabei auf eine einzelne Region konzentrieren oder mehrere miteinander zusammenhängende Bereiche einbeziehen.
Narben und myofasziale Spannung
Eine Narbe betrifft nicht nur die sichtbare Hautoberfläche.
Abhängig von Tiefe und Art der Verletzung oder Operation können auch darunterliegende Bindegewebs- und Faszienschichten beteiligt sein.
Nach vollständiger Wundheilung untersuche ich deshalb:
Verschiebbarkeit der Narbe
Spannung des umliegenden Gewebes
Seitenunterschiede
Übergänge zu angrenzenden Muskel- und Faszienregionen
Mit langsamen Zug-, Druck- und Verschiebetechniken kann anschließend gezielt an auffälligen Bereichen gearbeitet werden.
Dabei beschränkt sich die Behandlung nicht zwangsläufig auf die sichtbare Narbe, sondern kann das funktionell damit verbundene Gewebe einbeziehen.
Faszien fühlen – Anatomie verstehen
Myofascial Release gehört seit vielen Jahren zu meinen fachlichen Schwerpunkten.
Neben meiner praktischen therapeutischen Arbeit habe ich über viele Jahre Faszientherapie, Fascial Release und Anatomie in vivo selbst unterrichtet.
Mein Wissen habe ich zusätzlich durch Fachfortbildungen, Faszienkongresse und anatomische Präparationskurse vertieft.
Gerade die Arbeit an anatomischen Präparaten ermöglicht einen besonderen Blick auf Faszien:
Man sieht unmittelbar, wie Muskeln von Bindegewebe umgeben sind, wie einzelne Schichten ineinander übergehen und wie eng Faszien, Muskeln, Gefäße und Nerven räumlich miteinander verbunden sind.
Diese reale Anatomie ist die Grundlage meiner Behandlung.
Myofascial Release bei Therapie nach Maß in Wien
Myofascial Release gibt mir die Möglichkeit, sehr unterschiedlich zu arbeiten.
Tief und präzise, wenn eine feste Muskel- und Faszienregion einen deutlichen mechanischen Reiz benötigt.
Langsam und mit anhaltendem Zug, wenn größere Gewebespannungen im Vordergrund stehen.
Mit aktiver Bewegung, wenn sich Beschwerden oder Spannungsverhältnisse während einer Bewegung verändern.
Und punktuell, wenn sich innerhalb der Muskulatur Triggerpunkte zeigen.
Druck. Zug. Bewegung. Zeit.
Ich passe den Reiz an das Gewebe an – nicht das Gewebe an eine vorgegebene Technik.
Myofascial Release bei Therapie nach Maß – Wien
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